Schüchtern, empfindlich, ängstlich - oder einfach ganz normal? Hochsensible Kinder verstehen, fördern und stärken

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In einer Gruppe von Kindern finden sich in der Regel eine Vielzahl an unterschiedlichen Persönlichkeiten wieder. Besonders im Vordergrund stehen meist die aktiven und selbstsicheren Kinder, die ihre Bedürfnisse lautstark einfordern und das Geschehen stark beeinflussen. Hochsensible Kinder fallen zunächst selten auf: Sie sind stille Beobachter*innen, meist ruhig, in sich gekehrt und anpassungsfähig. Schwierigkeiten zeigen sich erst dann, wenn sie mit zu vielen Reizen konfrontiert werden, Konflikte im Raum stehen oder sie sich unter Druck fühlen. Auch mangelnde Rückzugsmöglichkeiten und ständige Veränderungen (z.B. im Team) machen diesen Kindern zu schaffen. Hochsensibilität ist ein Persönlichkeitsmerkmal, bei der Betroffene aufgrund ihres empfindsamen Nervensystems mehr Reize und Informationen als andere aufnehmen, was im Alltag oft zu Stressempfinden, Überstimulation und damit auch zu Überreaktionen führt. Da laut wissenschaftlichen Studien 15 bis 20 Prozent aller Kinder und Erwachsenen hochsensibel sind, lohnt sich ein Blick auf dieses Thema, um Verhalten zu verstehen und pädagogische Maßnahmen darauf abstimmen zu können.

Referent*in: Melanie Santa Vita
Seminargebühr: 55 Euro je Teilnehmer*in